Gefüllte Petersilienknödel in Waldpilzsoße

Ich liebe es, im Herbst durch die Wälder zu streifen. Die orangenen, roten und braunen Blätter bieten einen tollen Kontrast zum grauen Himmel. Es riecht nach feuchtem Waldboden. Auf den Moosen sitzt morgens noch der Tau und zwischen ihnen schiebt sich der ein oder andere Pilzhut hindurch. Oft verschmelzen sie beinahe mit dem Laub, das den Boden bedeckt, aber bei genauerer Betrachtung lassen sich Maronen, Kieferröhrlinge und Steinpilze – die mag ich am liebsten – finden. Nach einer erfolgreichen Suche beginnt zu Hause das Sortieren, Putzen und schneiden.

Eine schmackhafte Entlohnung für die Mühen sind meine gefüllten Petersilienknödel in Waldpilzsoße. Auch wenn ihre Zubereitung einige Zeit in Anspruch nimmt, sind es trotzdem ganz einfache Handgriffe und selbstgemachte Knödel sind etwas ganz Besonderes, wie ich finde. Wenn dir die Wartezeit aber zu lange ist, kannst du natürlich auch auf den fertigen Knödelteig aus dem Kühlregal zurückgreifen. 😉

Frische Waldpilze und gefüllte Petersilienklöße

Die Menge reicht für 4 Personen. 

Du brauchst:

Für die Knödel

  • 1kg mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 Bio-Ei
  • Mehl nach Bedarf
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 TL Salz
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • 2 Scheiben Toastbrot

Für die Waldpilzsoße

  • 250g Waldpilze (eventuell auch mehr oder weniger, je nach Ausbeute)
  • 1 Schalotte
  • 300ml Rinderbrühe oder Bratenfond
  • 1 EL Speisestärke

Du beginnst mit der Zubereitung der Knödel.

  1. Zuerst schälst du die Kartoffeln und schneidest sie in grobe Stücke. Diese dünstest du dann, bis sie gar sind oder kochst sie in einem Schnellkochtopf. Das Dünsten klappt am besten mit einem Dämpfeinsatz bzw. Gemüsedünster, denn dabei bleibt die Stärke in den Kartoffeln und gerät nicht in das Wasser, wie es sonst der Fall wäre. 
  2. Die gedünsteten Kartoffeln lässt du ein wenig abkühlen und stampfst sie. Den Stampf gibst du in ein Küchentuch und wringst ihn gut aus, sodass sich noch möglichst wenig Feuchtigkeit in ihm befindet.
  3. Anschließend hackst du die Petersilie und rührst sie zusammen mit dem Ei und dem Salz unter. 
  4. Nun fügst du nach und nach Mehl hinzu, bis eine Masse entsteht, die sich gut formen lässt und die nicht mehr an den feuchten Händen klebt. 
  5. Das Toastbrot toastest du und schneidest es in kleine Würfel. Mit feuchten Händen formst du Klöße in der Größe deiner Wahl, steckst ein paar Toastbrot-Würfel in die Mitte und gibst die fertigen Klöße kurz in kochendes Wasser. Dann verschließt du den Topf mit einem Deckel, schaltest den Herd ab und lässt die Klöße darin noch etwa 20min ziehen. Mit einer Schaumkelle lassen sie sich im Anschluss am besten entnehmen. 

Während die Knödel ziehen, kannst du die Soße zubereiten. 

  1. Dafür schneidest du deine gefundenen Waldpilze in Scheibchen (natürlich, nachdem du sie durchgesehen und geputzt hast). Danach gibst du sie ganz kurz in kochendes Wasser, um den Schmutz und eventuelle Tierchen daran loszuwerden. Mit einer Schaumkelle kannst du sie am besten wieder herausfischen. 
  2. Die Schalotte schneidest du in feine Würfel. Zusammen mit den Pilzen brätst du sie in einer Pfanne an. Die Röststufe entscheidest du dabei selbst. 
  3. In die Rinderbrühe oder den Bratenfond rührst du die Speisestärke ein. Dieser sollte aber kalt sein, sonst klumpt sie Speisestärke sofort. Das Gemisch gibst du über deine Pilzpfanne und erwärmst es unter gelegentlichem Rühren, bis die Soße Blasen wirft. Dann brauchst du sie nur noch kurz rühren, bis sie etwas eindickt. Dabei wird sie auch dunkler. 

Für mich braucht es dazu gar keinen Braten oder dergleichen, ich finde Knödel in Soße unglaublich lecker. Mit Waldpilzen lassen sich auch noch ganz andere Gerichte zubereiten. Welche sind deine liebsten?

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