Wirsingrouladen

Kohlrouladen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Meine liebste sind definitiv Wirsingrouladen, denn der Wirsing hat einen würzigen Eigengeschmack. Außerdem hat er gerade Saison, wodurch er momentan öfter bei mir auf dem Teller landet. Erstaunlich ist für mich, dass die meisten Wirsingrouladen wirklich gern essen, sie aber nie selbst zubereiten. Dabei ist das gar nicht schwer und zu zweit sind sie auch schneller gemacht als allein – perfekt also für einen Kochabend zu zweit oder mit Freunden. 🙂

Wenn du Zeit hast, kannst du sie auch ganz in Ruhe allein zubereiten. Ich habe festgestellt, dass sie sich ganz hervorragend für eine Einladung zum Essen eignen, denn du kannst sie bereits am Vortag zubereiten und dann über Nacht noch einmal richtig schön durchziehen lassen. Am nächsten Tag wieder aufgewärmt schmecken sie fast noch besser und werden deine Gäste begeistern. Schon ulkig wie manchmal die einfachsten Gerichte für die größte Freude sorgen und das bloß, weil sie kaum noch jemand macht, obwohl sie uns so gut schmecken. 😀

In ein Wirsingblatt passt ein Esslöffel der Linsen-Masse gut hinein

Die Menge reicht für 12 Rouladen.

Du brauchst:

  • 1 Kopf Wirsing
  • 1 Tasse Berglinsen oder 400g Bio-Rinderhack
  • 1 Bio-Ei
  • 2 EL Senf
  • Paniermehl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Speisestärke
  • 700ml Bouillon, Rind oder Gemüse
  1. Zuerst trennst du 12 Blätter vom Wirsing ab, schneidest möglichst sparsam den Strunk heraus und kochst sie für etwa 5min in siedendem Wasser. 
  2. Danach tunkst du sie eine Weile in kaltes Wasser, das du zum Beispiel in der Spüle eingelassen hast, und tupfst sie trocken. 
  3. Nun kochst du die Linsen und lässt sie anschließend gut abtropfen, bevor du sie pürierst. Falls du die Rouladen klassisch füllen willst, überspringst du diesen Schritt. 
  4. Die pürierten Linsen oder das Rinderhack gibst du zusammen mit den Eiern und dem Senf in eine Schüssel und verknetest sie miteinander. Nach und nach fügst du Paniermehl hinzu, bis eine feste, nicht mehr so klebrige Masse entstanden ist. Außerdem würzt du sie mit Salz und Pfeffer. Tipp: Für das Linsengemisch empfehle ich außerdem, mit Knoblauchpulver und Zwiebelpulver zu würzen. 
  5. Dann gibst du immer etwa einen gehäuften Esslöffel der Masse in ein Wirsingblatt und rollst dies auf. Das Blatt kannst du mit Faden fixieren oder aber mit zwei oder drei Zahnstochern, das geht schneller und ist auch wesentlich einfacher zu lösen beim Essen. 
  6. Die Wirsingrouladen legst du in einen Römertopf, den du vorher ausreichend in Wasser hast stehen lassen. Alternativ tut es auch eine Auflaufform mit Deckel. 
  7. Die Speisestärke löst du in etwas Wasser auf, bevor du die Bouillon hinzufügst und gut mit dem Gemisch verrührst. Die fertige Soße gießt du nun über die Wirsingrouladen. 
  8. Anschließend backst du die Wirsingrouladen in der Soße bei 200°C für 50min bis 60min. 

Da die Wirsingrouladen durch die Soße immer schön feucht gehalten werden, brauchst du dir um das Anbrennen keine Sorgen machen. Es ist dadurch auch nicht schlimm, wenn die Rouladen zehn Minuten zu lange im Ofen waren.

Im geschlossenen Römertopf halten sich die Rouladen eine ganze Weile lang warm. Am liebsten mache ich dazu Pellkartoffeln. Da die Wirsingrouladen eine ganze Menge Arbeit bedeuten, mache ich gerne viele auf einmal, auch wenn wir nur zu zweit essen. Die übrigen Rouladen werden portionsweise mitsamt Soße eingefroren. Gefroren halten sie sich drei Monate frisch. Wenn wir wieder Lust auf Wirsingrouladen haben, taue ich sie einfach auf, mache sie im Ofen heiß und habe ohne Mühen nochmal Wirsingrouladen. 🙂

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