Gedeckter Beerenkuchen

Die Büsche im Garten hängen den ganzen Sommer voller Beeren, die in spätsommerlichen Farben glänzen, wenn die Abendsonne ihr goldenes Licht auf sie wirft. Dieses Jahr ist die Ernte wieder besonders üppig ausgefallen und so haben wir eine Menge süß-saurer Himbeeren, dreielei Johannisbeeren und auch Brombeeren vernascht und auch eingefroren, die nun verarbeitet werden will. Weil ich aus dem vorletzten Jahr noch genügend Marmelade übrig habe, habe ich mich entschlossen, die Ernte so zu verbrauchen. Zum Beispiel schmecken Beeren zu roter Grütze verarbeitet toll, besonders mit kalter Vanillesoße über der warmen Grütze.

Ein Experiment war mein gedeckter Beerenkuchen. Er besteht aus einem dünnen, krossen Boden, der mit einer Beeren-Masse gefüllt und einer knusprigen Haube bedeckt ist – ganz so wie ein amerikanischer pie. Praktisch ist dabei, dass du neben den Beeren eigentlich nur Lebensmittel benötigts, die du sowieso im Haus hast, wenn du gelegentlich backst. Auch die Zubereitungszeit relativ kurz und unkompliziert und trotzdem bekommst du ein klasse Ergebnis.

Außen knusprig, innen saftig und voller Beeren

Die Menge reicht für eine Springform mit einem Durchmesser von 26cm. 

Du brauchst:

Für den Boden und die Haube

  • 200g Butter
  • 300g Mehl
  • 100g Zucker
  • 1 Bio-Ei

Für die Füllung

  • 500g Beeren deiner Wahl, z.B. Himbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren
  • 3/4 Tasse Sago 
  • 100g Zucker
  1. Zuerst gibst du alle Zutaten für den Boden und die Haube in eine Schüssel und verknetest sie gut miteinander zu einem glatten Teig, den du zu einer Kugel formst und mit Frischhaltefolie oder einem Bienenwachstuch verpackt für eine Stunde oder länger im Kühlschrank lagerst. 
  2. In der Zwischenzeit wäschst du die Beeren gründlich und befreist sie von Stängeln und anderem. 
  3. Danach gibst du sie zusammen mit dem Zucker in einen Topf und lässt sie auf mittlerer Hitze köcheln, bis sie matschig sind. Anschließend pürierst du sie und rührst das Sago ein. Noch einmal kurz aufkochen lassen und dann bei niedriger Hitze mit Deckel 20min köcheln lassen. Dabei rührst du gelegentlich um. 
  4. Nun nimmst du den Teig aus dem Kühlschrank und teilst ihn etwa in 2/3 für den Boden und 1/3 für die Haube. Zuerst rollst du den Teil für den Boden aus und legst ihn in eine gefettete Springform mit einem etwa 3cm hohen Rand. Achte beim Ausrollen darauf, dein Nudelholz gut zu bemehlen, damit es nicht am fettigen Teig kleben bleibt. 
  5. Auf den Boden gibst du die Beerenmasse.
  6. Danach rollst du den Teil für die Haube aus und gestaltest ihn so, wie es dir gefällt. Wenn du ihn beispielsweise in Streifen schneidest, kannst du damit ein Karomuster auf dem Kuchen erzeugen. Deine Haube sollte am Rand an den Boden anschließen, sodass deine Haube nicht lose auf der Beerenmasse schwimmt. 
  7. Zum Schluss backst du den Kuchen zuerst nur bei Unterhitze für 10min bei 200°C, damit dein Boden stabil wird und nicht durchweichen kann, dann bei Ober- und Unterhitze bei 200°C für 25-30min. Nach dem Backen sollte er erst gut auskühlen, bevor du ihn aus der Form löst, sonst reißt er schnell und die heiße Beeren-Masse läuft heraus.

Bei der Gestaltung der Haube sind deiner Kreativität übrigens keine Grenzen gesetzt. Du kannst sie klassisch kariert machen, aber auch etwas aufwändiger, indem du zum Beispiel kleine Blumen oder Blätter aus dem Teig ausstichst und sie oben aufsetzt.

Mir schmeckt der Kuchen am besten noch lauwarm mit einer Kugel Vanilleeis. 🙂 

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