Rucolapesto

Mit dem Pflücken der ersten dunkelgrünen Blätter des Rucolas hält auch endlich die warme Jahreszeit Einzug bei uns. Was für Unwissende manchmal wie Löwenzahn aussieht und schon fast als Unkraut abgetan wird, bietet in Wirklichkeit eine unglaubliche Bereicherung für die Frühlingsküche, wenngleich die Rauke – wie der Rucola auch genannt wird – natürlich auch Sommer- und Herbstgerichte aufpeppt. Die gezackten Salatblätter punkten mit ihrer überraschenden Würzigkeit, die sich nicht nur toll in Salaten wie meinem italienischen Pastasalat machen, sondern auch zum Garnieren von Pizza eignen. Eine besondere Gaumenfreude ist die Zubereitung als Rucolapesto, die ich dir heute zeigen möchte.

Ganz wichtig ist dabei die Verwendung von frischem Rucola. Matschige oder gelbe Blätter solltest du deshalb vor der Zubereitung aussortieren. Am kräftigsten schmecken die dunkelgrünen Blätter, die nicht allzu groß sind. Im Rezept verwende ich Waldhonig, den du aber auch durch Agavendicksaft oder Zuckerrübensirup ersetzen kannst. Sinn ist es, dem leicht bitteren Geschmack des Rucolas entgegenzuwirken und seine Würzigkeit in den Vordergrund zu stellen. Abgerundet wird alles mit dem passenden Öl und frisch geriebenem Parmesan. Beim Öl ist dir ebenfalls die Wahl überlassen. Du kannst wie in den meisten Pestos Olivenöl verwenden, das jedoch einen starken Eigengeschmack mitbringt, genauso wie Leinöl. Ich habe mich für reines Rapsöl entschieden, da dies keine eigene Geschmacksnote mit ins Rucolapesto bringt.

Vollkorn-Spaghetti mit Rucolapesto, einzelnen Rucolablättern, frisch geriebenem Parmesan und gerösteten Pinienkernen

Die Menge reicht für 4 bis 5 Portionen. 

Du brauchst:

  • 150g Rucola
  • 100ml Rapsöl
  • 150g Parmesan
  • 1 EL Waldhonig
  • 2 EL Balsamicoessig 
  • 1 TL Salz
  1. Zuerst wäschst du den Rucola gut ab und trocknest ihn so gut es geht. Das geht entweder mit einer Salatschleuder oder indem du ihn in einem Sieb wäschst, dieses anschließend mit einem Deckel oder Teller verschließt und das Ganze durchschüttelst, bis kaum noch Wassertropfen von den Blättern fliegen. 
  2. Danach reibst du den Parmesan und gibst ihn zusammen mit allen Zutaten in ein schlankes Gefäß, z.B. einen Messbecher. 
  3. Anschließend pürierst du die Zutaten, bis eine feine, gleichmäßige Masse entstanden ist. Es geht einfacher mit einer Küchenmaschine (food processor), aber mit etwas Geduld klappt es auch sehr gut mit einem einfachen Pürierstab. 
  4. Das Rucolapesto kannst du in sterile Gläser mit Schraubverschluss füllen und im Gefrierfach mehrere Wochen lang lagern oder aber direkt verwenden. Durch den hohen Ölgehalt hält es sich auch im Kühlschrank einige Tage frisch. 

Durch die Würze des Rucolapestos schmeckt es ganz besonders gut mit Vollkornpasta. Am liebsten vermische ich es mit Vollkorn-Spaghetti und garniere diese im Anschluss mit ein paar übrigen Rucolablättern, frisch geriebenem Parmesan und grösteten Pinienkernen. 🙂 

Ein Kommentar zu “Rucolapesto

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