Currywurstsoße

Seit der Nachkriegszeit ist sie DER Imbiss der norddeutschen Küche. Inzwischen gibt es sie in allen Variationen: feurig mit Chili, süß, leicht säuerlich oder auch asiatisch angehaucht mit Teriyakisoße. Ob nun aus dem Kühlregal, von der Pommesbude um die Ecke oder in deinem Lieblingsimbiss selbst zubereitet – die Currywurst erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. Kein Wunder, denn der scharf angebratenen und in Häppchen geschnittenen Wurst in pikant-süßer Tomatensoße an krossen Pommes kann man nur schwer widerstehen.

Kleiner Exkurs: Über den Ort der Erfindung der Currywurst gibt es noch immer Uneinigkeit. Neben dem Deutschen Currywurst Museum in Berlin kann ich dir zum Thema auch die Novelle „Die Erfindung der Currywurst“ von Uwe Timm ans Herz legen. Die raffiniert erzählte Geschichte von Lena Brücker nimmt dich mit in die letzten Wochen des Krieges in Hamburg und die Zeit danach. Ich hatte beim Lesen oft wirklich das Gefühl, ich würde in ihrer kleinen Wohnung sitzen und dem Treiben als stummer Betrachter zuschauen können. So als wäre ich wirklich in die 40er Jahre zurück gereist und wäre Zeuge des Moments gewesen, in dem sie die Currywurst erfand.

Oftmals ist der beliebte Imbiss als ungesundes Fast Food verschrien. In den meisten Fällen mag das stimmen, aber es geht auch gesünder. Meine Currywurstsoße setzt auf natürliche Aromen: Sie beinhaltet echte Tomaten, statt Industriezucker pflanzlichen Sirup und kommt auch sonst ohne viel Schnickschnack aus. Zusammen mit meinen knusprigen Kartoffelecken anstelle von Tiefkühlpommes aus der Fritteuse und veganer Bratwurst hast du im Handumdrehen eine gesunde und rein pflanzliche Mahlzeit gezaubert – schlemmen erlaubt! 😉

Vegane Bratwurst in tomatig-pikanter Currywurstsoße an gebratenen Kartoffelecken

Die Menge reicht für etwa 5 Portionen. 

Du brauchst: 

  • 500g überreife Tomaten oder eingelegte Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 TL Currypulver
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1/3 TL Ingwerpulver
  • 1/3 TL Cayennepfeffer
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Zitronensaft
  • 30ml pflanzlicher Sirup, z.B. Zuckerrübensirup, Ahornsirup, Agavendicksaft
  • 1 EL Senf
  • Salz und Pfeffer
  1. Zuerst schneidest du die Tomaten in kleine Würfel und stellst sie beiseite. 
  2. Danach würfelst du die Zwiebel und presst die Knoblauchzehe. Dann brätst du beides zusammen in einem Topf mit Öl an, bis die Zwiebeln glasig sind. 
  3. Darauf gibst du das Currypulver, das Paprikapulver, das Ingwerpulver, den Cayennepfeffer und das Tomatenmark und vermischst alles miteinander, bevor du die Masse mit den geschnittenen Tomaten ablöschst. 
  4. Nachdem alles etwas geköchelt hat, fügst du den Zitronensaft, den Sirup und den Senf hinzu. Im Anschluss lässt du die Soße wieder etwas köcheln, sodass sie eindicken kann. 
  5. Nun kannst du die Soße pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Weil es ziemlich lange dauert, bis die Soße wirklich die gewünschte Konsistenz und den perfekten Geschmack hat, empfehle ich, einfach direkt eine größere Menge zu kochen und diese dann portionsweise einzufrieren. 🙂 

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