Spaghetti Carbonara à la Julia

Heute kaum vorstellbar, aber wahr: Während meiner Kindheit hatte ich nie Spaghetti Carbonara gegessen. Auf die Idee kam ich erst, als ich meine erste kleine Wohnung bezog und mich nun selbst um das Einkaufen und Kochen kümmern musste. Mit einem Mal packte mich ein riesiges Interesse an allen möglichen neuen Gerichten und so probierte ich beinahe jeden Tag etwas Neues aus. Auf Spaghetti alla Panna kam ich dann eher durch Zufall, denn eigentlich wollte ich Spaghetti Carbonara kochen. Jedoch mochte ich weder Schinkenwürfel – schon gar nicht angebraten – noch Eigelb in meiner Soße und so kreierte ich meine ganz eigene Carbonara, die eigentlich gar keine ist.

Im Grunde besteht sie aus Zutaten, die irgendwie immer harmonieren: Sahne, Parmesan, Kochschinken und Zwiebeln. Denk nur mal an den Belag für den Flammkuchen Elsässer Art, an Handbrot oder Spätzle in Schinken-Sahne-Soße. Wer keine Sahne verträgt, kann auch zu Milch oder Hafermilch greifen, auch das funktioniert bestens. Obwohl ich normalerweise ein Verfechter der Vollkornnudeln bin, empfehle ich hier zu Weißmehlnudeln zu greifen. Cremige Soßen sind nicht so kräftig im Geschmack und kommen daher an hellen Nudeln besser zur Geltung.

Tipp: Der Parmesan sollte möglichst fein gerieben werden, damit er sich gut in der heißen Sahne auflöst. Ist er zu grob gehobelt, bildet er eher Käsetropfen, die sich am Boden sammeln und mit dem Kochschinken zu einer festen Masse werden.

Meine Spaghetti „Carbonara“ gibt es im Winter ziemlich häufig bei uns.

Die Menge sättigt zwei Personen. 

  • 250g Spaghetti
  • 100g Bio-Kochschinken
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Weizenmehl
  • 200ml Sahne
  • 70g Parmesan
  • Salz und Pfeffer
  • Parmesan zum Streuen
  1. Zuerst schneidest du den Kochschinken in kleine Quadrate und würfelst die Zwiebel. Dann brätst du beides zusammen in einem Topf mit Öl an. 
  2. Die Spaghetti bereitest du nach Packungsanleitung parallel zu. 
  3. Sobald der Kochschinken an einigen Stellen etwas goldbraun wird und die Zwiebeln glasig sind, streust du das Weizenmehl darüber und rührst es schnell unter.
  4. Dann gießt du es mit der Sahne auf und rührst weiter. 
  5. Den Parmesan reibst du sehr fein und hebst ihn zügig unter. Wenn du noch etwas mehr Parmesan reibst, kannst du deine Spaghetti Carbonara nachher noch damit bestreuen. 
  6. Bevor du die Carbonara über die Spaghetti gibst, schmeckst du sie mit Salz und Pfeffer ab. 

Zu meinen Spaghetti Carbonara passen auch gedünsteter Brokkoli, Erbsen, Champignons und anderes Gemüse toll. Abwechslungsreicher wird es, wenn du auf saisonales Gemüse zurückgreifst. Welches ist dein liebstes Gericht mit Schinken-Sahne-Soße?

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