Gefüllte Zimtplätzchen

Neulich wollte ich eine zweite Rutsche meiner Spekulatius backen. Im Eifer des Gefechts sind mir jedoch zu viel Zimt und zu wenig Nelken und Kardamom in den Teig gekommen. Es wurden also eher Zimtplätzchen als Spekulatius. Auch Mandelblättchen hatte ich nicht mehr, sodass die Plätzchen etwas nackt wirkten. Das sollte aber kein Grund zum Scheitern meines Vorhabens sein. Schließlich möchte ich dieses Jahr ein Päckchen mit etwas Weihnachtsgebäck und einer schönen, selbst geschriebenen Karte an einen lieben Menschen versenden, den ich leider nicht persönlich sehen kann. Nach dem Backen habe ich die Plätzchen mit meiner weihnachtlichen Bratapfelmarmelade gefüllt und an den Enden in weiße Schokolade getunkt. Dadurch sehen sie ein bisschen aus wie die schwedischen Punschrollen. Die Bratapfelmarmelade habe ich mit den Äpfeln aus meinem Garten und ein paar weihnachtlichen Gewürzen hergestellt. Auch die eignet sich übrigens toll als Weihnachtsgeschenk aus der Küche.

Für das Rezept kannst du natürlich auch andere Marmeladen verwenden, wie zum Beispiel Aprikosenmarmelade oder Brombeermarmelade – ganz nach deinem Geschmack. Die Schokolade sollte dann zur Marmelade passen. Ob es ein harmonisches Ensemble geben soll, wie beispielsweise Birne und Zartbitter, oder ob es eine aufregende Kombination sein soll, wie etwa schwarze Johannisbeere und weiße Schokolade, entscheidest du selbst. Auch vegane Zimtplätzchen lassen sich mit meinem Rezept wunderbar realisieren. Verwende dafür einfach Ahornsirup, Zuckerrübensirup oder Agavendicksaft statt des Honigs, sowie vegane Marmelade und Schokolade. Wenn du sicher gehen willst, verwendest du bei der Herstellung der Marmelade im Sommer am besten eigene Früchte aus dem Garten, sowie Gelierzucker mit Pektin statt Gelatine.

Mit Marmelade gefüllt und in Schokolade getaucht – leckere gefüllte Zimtplätzchen

Die Menge reicht für ein Blech. 

Für die Plätzchen

  • 2 Bio-Eier
  • 200g Zucker
  • 100g Pflanzenmargarine 
  • 300g Dinkelmehl
  • 6 TL gemahlener Zimt
  • 1/4 TL Kardamom
  • 1/4 TL gemahlene Nelken
  • 1 TL Honig

Außerdem

  • 3 EL Marmelade deiner Wahl
  • 200g Schokolade

Du beginnst mit den Zimtplätzchen. 

  1. Die Eier schlägst du mit dem Zucker und der Margarine schaumig auf. 
  2. Danach rührst du das Mehl und die Gewürze unter. 
  3. Nun formst du eine Kugel und wickelst sie in ein Bienenwachstuch oder Frischhaltefolie ein und legst sie für 1-2 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank. 
  4. Bevor du den Teig gemächlich auf 3-4mm Dicke ausrollst, bestäubst du deine Arbeitsfläche und dein Nudelholz mit Mehl. Damit der Teig beim Ausrollen nicht auseinander bricht, empfehle ich, immer nur in eine Richtung zu rollen und die Bewegung langsam, aber mit Druck auszuüben. 
  5. Mit einer rechteckigen Ausstechform trennst du nun die Plätzchen heraus und legst sie auf ein Blech. 
  6. Den übrigen Teig formst du wieder zu einer Kugel, rollst sie wieder aus, stichst wieder Rechtecke aus und legst diese wieder auf das Blech, bis möglichst kein Teig mehr übrig ist. 
  7. Anschließend backst du sie im Ofen bei 200°C für circa 10min. Du solltest sie spätestens heraus nehmen, wenn die Ecken leicht bräunlich werden. Es ist ganz normal, dass die Kekse im ersten Moment weich sind. Sobald sie abgekühlt sind, werden sie jedoch hart. 

Im nächsten Schritt folgen Füllung und Schoko-Mantel. 

  1. Sobald die Plätzchen erkaltet sind, bestreichst wie ein Brot dünn mit Marmelade und legst ein anderes Plätzchen darauf. Dabei drückst du die Plätzchen leicht zusammen, sodass sie durch die Marmelade miteinander verkleben. Diesen Vorgang wiederholst du, bis du alle Plätzchen aufgebraucht hast. 
  2. In einer kleinen Schüssel in einem warmen Wasserbad schmilzt du unter Rühren die Schokolade. Achte darauf, dass das Wasser nicht zu heiß wird. Es sollte nicht sieden, nur etwas dampfen (so wie Glühwein). Wird das Wasser zu heiß, verbrennt die Schokolade und wird hart. 
  3. Wenn die Schokolade flüssig ist, nimmst du die Schüssel aus dem Wasserbad und tunkst beide Seiten der Plätzchen-Paare darin ein. Zum Auskühlen legst du sie auf ein Tablett, Teller oder eine andere glatte Unterlage wie Backpapier oder eine Backmatte. 
  4. Nachdem die Schokolade fest geworden ist, kannst du sie in einer Keksdose stapeln oder in einem Paket versenden. 

Ein Glas selbstgemachter Marmelade aus dem Sommer, Plätzchen, Spekulatius und selbstgemachte Lebkuchen – das sind meine Ideen für Geschenke aus der Küche. Natürlich freue ich mich immer über Inspiration und andere Ideen. 
Welche Leckereien verschenkst du dieses Jahr zu Weihnachten? 

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