Harzer Zwiebelkuchen

Alte, urige Fachwerkhäuser mit spitzen Dächern stehen entlang eines rauschenden Bächleins. Eine mit Efeu und Blumen bewachsene Steinmauer schlängelt sich durch die buschige Uferpromenade. Waldige Hügel erheben sich hinter den Häusern, der Himmel ist strahlend blau und die Sonne wärmt dein Gesicht. Das milde Klima lädt dich zu einem bodenständig-leichten Mittagessen und einem Glas des Elsässer Gewürztraminer ein.
Hier sind Flammkuchen, Quiche Lorraine und Zwiebelkuchen. Alle drei haben vier Komponenten gemeinsam: Teig, Creme, Zwiebeln und Speck. Der Zwiebelkuchen wird traditionell aus Hefeteig, Sahne, Eiern, Speck und Zwiebeln hergestellt.

Doch auch im Norden Deutschlands weiß man das herzhafte Küchlein durchaus zu schätzen, weshalb ich dir heute meine kräftig-würzige Harzer Version des Zwiebelkuchens vorstellen möchte. Auch ich verwende dafür einen Hefeteig. Die Sahne ersetze ich aber typisch norddeutsch durch Schmand und Quark – so hat er eine schöne Standfestigkeit. Ebenfalls beliebt ist hier außerdem eine gute Portion Käse – auch die hat natürlich ihren Weg in meinen Zwiebelkuchen gefunden, was ihn noch unwiderstehlicher macht. Für den Käse empfehle ich regionale Produkte, wie etwa der Harzer Hofkäse. Natürlich kannst du auch das Sonnenblumenöl durch anderes Öl ersetzen oder statt des Magerquarks die Vollfettvariante verwenden.

knusprig goldgelb von außen und cremig von innen

Die Menge sättigt drei Personen. 

Für den Teig

  • 1/2 Würfel Frischhefe
  • 150ml Bio-Milch
  • 350g Dinkelmehl
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Sonnenblumenöl

Für die Füllung

  • 500g Bio-Magerquark
  • 200g Bio-Schmand
  • 3 Bio-Eier
  • 6 Zwiebeln
  • 200g Bio-Käse
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer

Du beginnst mit dem Hefeteig. 

  1. Zuerst erwärmst du die Milch. Sie sollte angenehm warm sein, also nicht kochen. In der lauwarmen Milch löst du die Hefe und 50g des Mehls auf. Danach deckst du den Ansatz für 10min mit einem feuchten Tuch ab. 
  2. Nach der ersten Ruhezeit knetest du das übrige Mehl, Salz und Öl ein und lässt den Teig weitere 30min mit einem feuchten Tuch abgedeckt ruhen. 
  3. Danach setzt du einen Backrahmen auf ein mit Backpapier oder einer Backmatte ausgelegtes Backblech und bepinselst ihn von innen dünn mit etwas Öl, damit der Teig beim Backen nicht anhaftet. 
  4. Anschließend rollst du den Teig in der Form deines Backrahmens aus und fasst ihn damit ein. 

Im letzten Schritt stellst du die Füllung her. 

  1. Dafür schälst du die Zwiebeln und schneidest sie in Ringe. Wenn du Speck in deinem Zwiebelkuchen haben möchtest, gibst du Speckwürfel zusammen mit den Zwiebeln in eine Pfanne und brätst sie glasig an. 
  2. In einer Schüssel verrührst du die Eier mit dem Quark und dem Schmand. Danach reibst du den Käse und hebst ihn zusammen mit den gebratenen Zwiebeln unter, bevor du die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzt und in den Backrahmen auf den Hefeteig gibst. 
  3.  Zuletzt backst du den Zwiebelkuchen bei 200°C für circa 30min. 
Das Schloss Wernigerode im Harz

Für etwas Elsass-Flair lohnt sich auch ein Spaziergang durch die bezaubernden Harzer Altstädte. Auch hier findest du kleine Bächlein, alte, bewachsene Steinmauern, urige, verschnörkelte Fachwerkhäuser und ein wunderschönes Bergpanorama. Gönn dir anschließend ein großes Stück meines Harzer Zwiebelkuchens und dazu ein Glas Gose – eine ganz eigene Biersorte aus Goslar. Welche Harzer Altstadt kannst du mir empfehlen? Lass mir deinen Vorschlag in dem Kommentaren da! 🙂 

2 Kommentare zu „Harzer Zwiebelkuchen

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