Pumpkin Pie

„Was ist das denn?“, werde ich oft ungläubig gefragt, wenn ich erzähle, dass ich einen Pumpkin Pie gebacken habe. Kürbis im Kuchen? Das kann doch gar nicht passen… oder etwa doch? Vielleicht übertreibe ich es hin und wieder mit meinem Eifer für den Herbst und seinen Früchten, aber hier habe ich definitiv einen Treffer gelandet. In den USA ist er ein absoluter Klassiker und alles scheint dort im Herbst irgendwie mit Kürbis zu sein. Sogar im Chai Latte steckt er drin und präsentiert sich in seinem orangen Gewand neu als pumpkin spiced latte. Irgendetwas muss ja an dem Rummel dran sein und siehe da: Den Kürbis hat bislang keine meiner Testpersonen herausgeschmeckt. Stattdessen verwandelte sich die anfängliche Skepsis in die Frage nach dem Rezept. 

Wer Zimt genauso sehr wie ich liebt, wird bei diesem Kuchen absolut auf seine Kosten kommen. Ein weiterer Bonus: Er sättigt auch noch. Ich empfehle deshalb, ihn nicht als „schnell noch was Süßes“ vor dem Essen zu kredenzen, denn das kann sonst ausfallen. Verantwortlich dafür ist der Kürbis. À propros Kürbis: Durch den jährlichen Trubel um ihn gibt es Kürbis in den USA ganz einfach als Mus in Dosen zu kaufen, so wie bei uns das Apfelmus im Glas. Hier habe ich bislang aber noch keinen Dosenkürbis gefunden und so muss das Kürbismus für den Pumpkin Pie erst einmal selbst hergestellt werden. Das ist aber noch lange kein Grund, gleich alles hin zu werfen, denn Kürbismus kannst du portionsweise einfrieren und noch viele andere leckere Gerichte daraus machen, wie Kürbislasagne, Kürbisbrötchen oder Kürbisravioli

Der Kuchen hat einen Durchmesser von 20cm. 

Für den Boden brauchst du

  • 100g pflanzliche Butter
  • 150g Dinkelmehl
  • 50g Rohrohrzucker

Für die Füllung brauchst du 

  • 1/2 Hokkaido Kürbis
  • 5 TL Zimt
  • 150g-200g Rohrohrzucker
  • 150ml Hafermilch
  • 5 EL Speisestärke

Für den Belag brauchst du

  • 2 überreife Bananen
  • 100g veganen Frischkäse
  • 100g Walnüsse
  • 1 EL pflanzliche Butter
  • 2 EL Rohrohrzucker

Du startest, indem du das Kürbismus herstellst. 

  1. Den Hokkaido waschen, alles Grüne abschneiden, aushöhlen und in grobe Stücke schneiden. 
  2. Dann kochst du ihn in normalem Wasser, bis du die Stücke ganz leicht mit einer Gabel einstechen kannst (das dauert etwa 10min). 
  3. Das Wasser gießt du ab. Anschließend pürierst du die Kürbisstücke. Voilà und du hast Kürbismus. 

Nun geht es mit dem Boden weiter. 

  1. Dafür verknetest du alle Zutaten für den Boden miteinander, bis der Teig nicht mehr auseinander fällt. Gleichzeitig sollte er auch nicht mehr kleben. Falls doch, noch etwas Mehl einkneten. 
  2. Jetzt fettest du eine 20cm Springform und gibst den Teig hinein. Mit deinen Fingern und Knöcheln plättest du ihn gleichmäßig in der Form und lässt einen circa 2cm hohen Rand stehen. 

Und schon geht’s an die Füllung. 

  1. Zuerst rührst du in die kalte Hafermilch die Speisestärke ein. Achte darauf, dass sich auch wirklich alles ausgelöst hat. 
  2. Dann rührst du das Gemisch unter das Kürbismus von einem halben Kürbis, gibst den Zimt dazu und süßt es anschließend mit dem Zucker. 
  3. Wenn alles eine einheitliche Masse ist, gibst du sie in die Kuchenform auf den Teig. 
  4. Im Ofen backst du den Kuchen nun bei 230°C für 10min, dann bei 100°C für weitere 60min. 

Im letzten Schritt stellst du den Belag her

  1. Die überreifen Bananen pürierst du und rührst sie anschließend mit dem Frischkäse glatt. Sobald du den fertigen Kuchen aus dem Ofen genommen hast und er einige Minuten abgekühlt ist, kannst du die Creme darauf verstreichen. 
  2. Die Walnüsse hackst du und brätst sie in einer Pfanne mit der Butter an. Wenn sie etwas dunkler sind, streust du den Zucker darüber und verrührst alles gut. 
  3. Die karamellisierten Walnussstücke verteilst du gleichmäßig auf der Creme. 

Hätte ich dir zu Anfang gesagt, dass ich nicht nur Kürbis in einem Kuchen verarbeite, sondern er auch ganz toll mit Bananen harmoniert, hättest du mich wahrscheinlich für verrückt gehalten, oder? Ich konnte es selbst nicht glauben, aber mir schmeckt das Trio aus Kürbis, Zimt und Bananen ausgezeichnet. Wie gefällt es dir? 

Ein Tipp noch von mir: Genieß den Pumpkin Pie am besten noch, wenn er warm ist, denn dann ist er umso cremiger und die Aromen kommen besser zum Vorschein. Auch, wenn du ihn am nächsten Tag nochmal servieren möchtest, ist es kein Problem, ihn vorher im Ofen oder der Mikrowelle zu erhitzen; die Creme bleibt tatsächlich fest. 

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